Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik

Meinungsbildung und -äußerung in digitalen Medien

 

Soziale Medien wie Facebook werden in jüngster Zeit verstärkt zum Meinungsaustausch über politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen genutzt. Insbesondere in der jüngeren Zielgruppe gelten sie bereits als einer der Hauptzugänge zu aktuellen Debatten. Bezüglich der Partizipationsmöglichkeiten digitaler Öffentlichkeiten ist hierbei zu untersuchen, unter welchen Umständen Privatpersonen ihre Meinung äußern und welche Personengruppen besonderen Einfluss als Meinungsführer ausüben können. Aus der Rezeptionsperspektive soll zudem modelliert werden, wie einzelne User sich bei der gleichzeitigen Darbietung von journalistischen Inhalten und Stimmen aus dem Mit-Publikum (über Kommentare in sozialen Netzwerken oder bei der Ergänzung klassischer Mediennutzung durch einen Second Screen (z.B. Social TV)) Einstellungen zu aktuellen Themen bilden. Geprüft wird, inwieweit die Charakteristika der digitalen Öffentlichkeit eine generell stärker auf soziale Erwünschtheit ausgerichtete Form der Informationsverarbeitung auslösen und unter welchen Umständen dies zu einer erhöhten Anfälligkeit für Falschinformation („Fake News“) führen kann.

 

Zentrale Publikationen:

Winter, S. (2019). Do anticipated Facebook discussions diminish the importance of argument quality? An experimental investigation of attitude formation in social media. Media Psychology. Advance online publication. doi:10.1080/15213269.2019.1572521

Winter, S. (2018). Impression-motivated news consumption – Are user comments in social media more influential than on news sites? (Pre-registered study) Journal of Media Psychology. doi: 10.1027/1864-1105/a000245

Winter, S., Krämer, N. C., Benninghoff, B., & Gallus, C. (2018). Shared entertainment, shared opinions: The influence of Social TV comments on the evaluation of talent shows. Journal of Broadcasting & Electronic Media, 62, 21-37. doi:10.1080/08838151.2017.1402903

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